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Plötzlich Stomaträger - Was kommt auf mich zu und wer hilft mir dabei?

Unter diesem Titel hatte der Landesverband NRW gemeinsam mit der Region Düsseldorf-Neuss und der FgSKW  (Fachgesellschaft Stoma, Kontinenz und Wunde e.V.) am 10. November 2018 in der Düsseldorfer Innenstadt einem breiten Publikum eine öffentlichkeitswirksame Informationsveranstaltung angeboten.  Getreu dem Veranstaltungstitel - und anlehnend an das Motto des letzten Welt-Stoma-Tages „Offenheit verändert Leben“ haben wir uns intensiv mit den Auswirkungen einer Stomaanlage auf die individuelle Lebensqualität der Betroffenen beschäftigt. Mit zum Zielpublikum zählten auch Stomatherapeuten und Pflegekräfte der Kliniken und der ambulanten Pflegedienste.
Eröffnet wurde die Veranstaltung pünktlich um 11:00 Uhr durch den Gesundheitsdezernenten der Stadt Düsseldorf, Herrn Prof. Meyer-Falcke. Locker wurde das Publikum von unserem Moderator in zwei spannende Podiumsdiskussionen eingebunden. Die vielfältigen chirurgischen Lösungsansätze bei auftretenden Stomakomplikationen konnten in einem Arztvortrag dem Zuhörer perfekt vermittelt und diese auch verständlich bewertet werden. Danach stellte eine Stomatherapeutin die pflegerischen Möglichkeiten - und auch deren Grenzen für eine sichere Versorgung unter erschwerten Bedingungen vor. Hier wurde deutlich, dass „erschwerte Bedingungen“ nicht erst als Folge von Stomakomplikationen, wie beispielsweise nach Hernien, oder Prolaps auftreten können, sondern das es noch immer eine zu hohe Anzahl an von vorne herein ungünstig angelegten  Stomaanlagen gibt. Relevant für die spätere Lebensqualität des Stomaträgers ist die präoperative Markierung der günstigsten Stomaposition. Ein in einer Hautfalte platziertes Stoma, oder eine Stomaanlage auf Hautniveau, lässt sich kaum sicher versorgen. Die unweigerliche Folge sind häufige Undichtigkeiten, woraus sich unmittelbar eine verminderte Lebensqualität ergibt. Die Kostenübernahme des dadurch in Teilen enormen Mehrverbrauchs an Versorgungsmaterialien wird in Zukunft sicherlich zu diskutieren sein.

Mit großem Interesse folgte das Publikum am Nachmittag drei Unternehmenspräsentationen der geladenen Hersteller von Stomaversorgungsmaterialien, sowie deren anschließenden Produktvorstellungen. Aufgrund vieler spannender Gesprächsthemen konnten wir die Veranstaltung nicht planmäßig gegen 16:00 Uhr beenden und danken den Mitarbeiter des Hauses (Haus der Universität), die uns und unseren Gästen an diesem späten Samstagnachmittag weitere 30 Minuten zur Verfügung stellen konnten.

Alles in allem konnten wir am Abend der Veranstaltung ein zufriedenes Fazit ziehen. Unsere  Gedanken kreisen bereits um die geplante Folgeveranstaltung, welche in diesem Jahr von der Region Westfalen-Mitte geplant und durchgeführt werden wird.

Bernd Krämer